Der Kinoerfolg 2003 15 Jahre "Good Bye, Lenin!": Das machen die Hauptdarsteller heute

Alexander Kerner (Daniel Brühl) macht sich Sorgen um seine Mutter Christiane Kerner (Katrin Sass) Foto: imago/United Archives

"Good Bye, Lenin!" kam vor 15 Jahren in die Kinos und wurde von Publikum und Kritikern gefeiert. Was machen die Hauptdarsteller heute?

"Good Bye, Lenin!" startete am 13. Februar 2003 in den Kinos. Die Tragikomödie erzählt von einem Sohn (Daniel Brühl), der jede Aufregung von seiner DDR-linientreuen Mutter (Katrin Sass) fernhalten muss, nachdem diese aus einem mehrmonatigen Koma erwacht, in das sie kurz vor dem Mauerfall gefallen war. Und so gaukelt er ihr mithilfe seines Kumpels (Florian Lukas), seiner Schwester (Maria Simon) und deren Freund (Alexander Beyer) das Fortbestehen der DDR vor...

Der Film war der erfolgreichste deutsche Film des Jahres und gewann allein neun Deutsche Filmpreise. Im europaweiten Wettbewerb sahnte er ebenfalls ab: Sechsmal gab es den Felix! Und auch für die Darsteller markiert die rührende und witzige Ost-West-Geschichte einen Meilenstein in ihrer Karriere. So ging es für die Hauptdarsteller weiter. ("Good Bye, Lenin!" (2003) können Sie hier bei Amazon Video ansehen oder auf DVD bestellen)

Daniel Brühl

Die steilste Karriere legte sicherlich der in Barcelona geborene Schauspieler Daniel Brühl (39) hin. Zwar wurde er schon für die Streifen "Nichts bereuen" (2001), "Das weisse Rauschen" (2001) und "Vaya con Dios" (2002) mit kleineren Filmpreisen ausgezeichnet, doch nach "Good Bye, Lenin!" kam man definitiv nicht mehr an ihm vorbei. Es folgten deutsche Filme wie " Was nützt die Liebe in Gedanken" (2004) oder "Die fetten Jahre sind vorbei" (2004).

Dann interessierte er sich vor allem für internationale Produktionen. Zu sehen war er unter anderem in "Das Bourne Ultimatum" (2007, mit Matt Damon), "Inglourious Basterds" (2009, mit Brad Pitt), "Inside Wikileaks" (2013, mit Benedict Cumberbatch), "Rush - Alles für den Sieg" (2013, mit Chris Hemsworth), "Die Frau in Gold" (2015, mit Helen Mirren), "Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück" (2015, mit Emma Watson), "Im Rausch der Sterne" (2015, mit Bradley Cooper), "The First Avenger: Civil War" (2016, mit Robert Downey jr.),...

In diesem Jahr konzentriert er sich offenbar auf den Streamingdienst Netflix. In "The Alienist" (Miniserie, ab 19. April, Netflix) spielt er die Hauptrolle neben Luke Evans und Dakota Fanning. Der US-Science-Fiction-Horrorfilm "The Cloverfield Paradox" ist sogar bereits seit Anfang der Woche verfügbar.

Florian Lukas

Auch der in Ost-Berlin geborene Schauspieler Florian Lukas (44) fiel schon vor "Good Bye, Lenin!" auf. Für "Absolute Giganten" (1999) gab es den Bayerischen Filmpreis als Bester Nachwuchsdarsteller. Nach dem großen Kinoerfolg 2003 spielte er in vielen deutschen Produktionen mit. Die erfolgreiche TV-Serie "Weissensee" (seit 2010, das Erste) war dann der nächste ganz große Wurf.

Maria Simon

Schauspielerin Maria Simon (42) war 2003 auch in der internationalen Produktion "Luther" (2003) mit Joseph Fiennes in der Titelrolle zu sehen. Seit 2011 ist die Leipzigerin mit der faszinierenden Stimme Ermittlerin im Kult-Krimi-Format "Polizeiruf 110" (das Erste). Erst war sie die Kollegin von Polizeimeister Krause (Horst Krause), seit 2015 ermittelt ihre Rolle Olga Lenski zusammen mit dem Kollegen Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) im deutsch-polnischen Grenzgebiet.

Alexander Beyer

Bekannt wurde der Leipziger Schauspieler Alexander Beyer (44) als bester Freund des Träumers Micha (Alexander Scheer) in Leander Haußmanns Tragikomödie "Sonnenallee" (1999). Das Jahr 2003 war dann in doppelter Hinsicht wichtig für Beyer. Denn er war auch in "Hierankel", dem Debütfilm von Hans Steinbichler, zu sehen. 2011 arbeiteten die beiden wieder zusammen: "Polizeiruf 110: Denn sie wissen nicht, was sie tun" (mit Kommissar Brandt). Beyer war außerdem Teil der international sehr erfolgreichen TV-Serie "Deutschland 83 (2015). Und in den "Burg Schreckenstein"-Filmen (2016, 2017) spielt der Vater eines Sohnes den Diener Jean.

Katrin Sass

Die Schweriner Schauspielerin Katrin Sass (61) hatte bei der Veröffentlichung von "Good Bye, Lenin!" schon eine Karriere hinter sich. Im "Polizeiruf 110" war sie von 1993 bis 1998 als Hauptkommissarin Tanja Voigt zu sehen. Der Erfolgsstreifen markierte eine Art Comeback auf der Kinoleinwand. Seit 2010 ist auch sie Teil der hochgelobten TV-Serie "Weissensee".

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